Sportmedizin
Stoffwechsel
Der Kohlenhydratstoffwechsel kommt vermehrt bei intensiveren Belastungen zum Einsatz, da die Energiegewinnung schneller erfolgt als bspw. beim Fettstoffwechsel. Bei einem Training in diesen intensiveren Intensitätsbereichen bauen Sie sich eine gute Kondition auf und verbessern die allgemeine Leistungsfähigkeit u.a. gemessen an der individuellen maximalen Sauerstoffaufnahme. Dies ist für den ambitionierten Sportler und im leistungssportlichen Bereich wichtig. Nebenbei setzt man in diesen Trainingsbereichen aber auch eine Menge Energie um, das heißt man verbrennt viele Kalorien pro Zeiteinheit, was sich positiv auf die Energiebilanz und somit auf die Körperzusammensetzung auswirkt.
Der Fettstoffwechselbereich ist dagegen vor allem in niedrigen Belastungsbereichen und in Ruhe aktiv und sollte so stark ausgeprägt sein wie möglich. Dies gelingt Ihnen durch häufiges Training vor allem durch lange Trainingseinheiten in niedrigen Intensitätsbereichen. Sie setzten dabei zwar insgesamt weniger Kalorien pro Zeiteinheit um, müssten also, um genauso viele Kalorien wie bei intensiveren Trainingseinheiten zu verbrennen sehr viel länger aktiv sein, aber langfristig profitieren Sie von Effekten wie
- Senkung des Blutdrucks
- Verbesserung der Cholesterinwerte im Blut
- Senkung des Fettgehaltes im Blut
- Verminderung der Gefahr von Zuckerkrankheit
- Vergrößerung der Blutmenge
- Vervielfachung der Verästelung der Blutbahnen
- Abnahme von Stresshormonen, Reduktion depressiver Verstimmung, Hebung der Stimmungslage
Mittels der Spiroergometrie können wir Ihre Stoffwechselsituation unter Belastung beurteilen, indem wir erkennen in welchen Intensitätsbereichen eher der Fettstoffwechsel und ab welchen Belastungsstufen eher der Kohlenhydratstoffwechsel aktiv ist und somit überwiegend zur Energiebereitstellung herangezogen wird.
Je nach Zielsetzung (Gewichtsreduktion, Prävention oder Rehabilitation von Herzkreislauferkrankungen, Marathon usw.) und nach Trainingszustand sollte der Focus beim Training eher auf den einen oder anderen Stoffwechseltyp gelegt werden. Nach unserer Analyse können wir Ihnen individuelle Empfehlungen zu Ihrer persönlichen Situation geben.
Grundsätzlich ist es für ein umfassendes gesundheitlich orientiertes Training sinnvoll in den verschiedenen Intensitäts- und damit beiden Stoffwechselbereichen aktiv zu sein. Kurze intensivere Ausdauereinheiten im Wechsel mit Tagen an denen Sie sich lange in niedrigen Belastungsbereichen bewegen sind optimal, um von allen Vorteilen eines Ausdauersports profitieren zu können!
