Bewegung ist Leben

Kraft bis ins hohe Alter

Aerobes Training erhöht den Sauerstoffverbrauch und gleichzeitig die Sauerstoffaufnahmefähigkeit, so dass auch unter Belastung nicht mehr Sauerstoff verbraucht wird, als dem Organismus zugeführt werden kann. Aerobes Training hilft dem Körper, Energie zu verbrennen, und stärkt das Herz. Es ist für optimale Fitness unverzichtbar. Um mit dem aeroben Training die bestmöglichen Wirkungen zu erzielen, müssen wir im Rahmen unserer optimalen Trainings-Herzfrequenz trainieren.

Beim Mann ist die maximale Muskelkraft mit der zweiten Lebensdekade erreicht. Bei nicht trainierenden Menschen ist ein Abfall der Muskelmasse zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr um etwa 20 - 40 % zu beobachten. Durch die hohe Stoffwechselaktivität des Muskels kommt es bei einem Verlust von Muskelmasse zu einer Verringerung des Ruheumsatzes. Das erklärt - bei gleichbleibendem Essverhalten - die Zunahme des Körpergewichtes und vor allem des Körperfettanteils im Alter. Durch Krafttraining können organisch gesunde Menschen bis jenseits der siebten Lebensdekade den altersbedingten Kraftverlust verlangsamen.

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Widerstandstraining und Körpergewicht

Ob Sie Gewicht verlieren oder zunehmen möchten, ob Sie Ihre Knochen stärken oder Fett verbrennen wollen: Widerstandstraining oder Gewichtstraining werden Ihnen dabei helfen - sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Muskeln verbrennen die meiste Energie im Körper, und je mehr sie beansprucht werden, desto mehr Energie wird verbrannt. Wer regelmäßig trainiert, sich dabei auf eine aerobe Belastung z.B. beim Laufen oder Schwimmen beschränkt, kommt irgendwann zwangsläufig an einen Punkt, ab dem kein Gewichtsverlust mehr stattfindet, kein Fett mehr verbrannt wird. Muskeln bestehen aus tausenden kleinster Gewebefasern, die inaktiv werden, wenn man sie nicht beansprucht. Bei unseren alltäglichen Verrichtungen beanspruchen die meisten von uns gerade einmal 40 Prozent ihres Muskelgewebes. Widerstandstraining erhöht auch den Grundumsatz, der die Körperfunktionen aufrecht- und den Menschen am Leben erhält. Ein erhöhter Grundumsatz bedeutet, dass man sogar in Ruhe mehr Kalorien verbrennt, also auch dann, wenn man einfach nur dasitzt.

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Verbreitete Vorurteile

Es wird höchste Zeit, einige überaus populäre Vorurteile auszuräumen, die sich auf Gesundheit und Fitness beziehen:

›› "Muskeln werden zu Fett, sobald man nicht mehr trainiert"

Da Muskeln und Fett aus völlig unterschiedlichen Geweben bestehen, ist es biologisch gar nicht möglich, dass sich das eine in das andere umwandelt. Es trifft zwar zu, dass man Fett ansetzt, wenn man mit dem Trainieren aufhört. Das kommt jedoch daher, dass sich die Muskeln zurückbilden, wenn sie nicht ausreichend beansprucht werden. Wegen der verringerten Muskelmasse kann der Körper die ihm zur Verfügung gestellte Energie dann nicht mehr in gleicher Menge verbrennen und neigt dazu, mehr Fett anzusetzen.

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›› "Gewichtstraining macht ein Muskelpaket aus mir"

Viele glauben, dass Training mit Gewichten zu einer übermäßigen Ausbildung der Muskulatur führt. Es ist aber für die meisten Männer eher schwierig, Muskelgewebe aufzubauen. Wer einem abwechslungsreichen Trainingsplan folgt und dabei unterschiedliche Muskelpartien beansprucht, entwickelt sich keineswegs zu einem Bodybuilding-Typ, sondern entwickelt einen attraktiven, durchtrainierten Körper.

Merke: Falls man am gleichen Tag aerobes Ausdauertraining und Widerstandstraining durchführen möchte, muss man auf die Reihenfolge achten: Erst Widerstandstraining, danach das aerobe Training!

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