Vorhautverengung - Phimose
Vorhautverengung - Phimose
Im Allgemeinen ist die Vorhaut über der Eichel frei beweglich. Bei einer Vorhautverengung (Phimose) kann die Vorhaut nicht hinter die Eichel zurückgezogen werden. Eine Phimose kann in jedem Alter auftreten. Es handelt sich um eine sehr häufige Erkrankung. Nach Entzündungen oder Einrissen kommt es oft zu einer narbigen Enge. Dadurch ist wiederum die Gefahr erneuter Einrisse (z.B. beim Geschlechtsverkehr) und Entzündungen erhöht, was einen Teufelskreis darstellt.
Untersuchungen und Behandlung
Die Diagnose einer Vorhautverengung ist leicht zu stellen. Die Vorhaut kann nicht ohne Schmerzen hinter die Eichel gezogen werden. Eine unbehandelte Phimose führt oft zu Problemen beim Wasserlassen und zu schmerzhaften eitrigen Entzündungen. Auch narbige, dauerhafte Veränderungen der Eichel kommen vor. Nicht zuletzt sind hygienische und kosmetische Gründe für die Behandlung einer Vorhautverengung bedeutsam. Langzeituntersuchungen zeigten, dass durch die Besiedelung der Absonderungen (Smegma) unter der Vorhaut mit bestimmten Krankheitserregern ein erhöhtes Risiko für Peniskrebs und bei der Partnerin für Gebärmutterhalskrebs gegeben ist. Die Behandlung einer Vorhautverengung besteht aus einer Beschneidung (Circumcision). Diese kann komplett (vollständige Entfernung der Vorhaut) oder teilweise durchgeführt werden. Die Beschneidung stellt einen kleinen operativen Eingriff dar, den man in lokaler Betäubung durchführen kann. Das Operationsrisiko ist sehr gering und das kosmetische Ergebnis in der Regel gut.
Was ist zu tun?
Wichtigste Maßnahme ist die tägliche Beseitigung der Absonderungen unter der Vorhaut mit Wasser und hautfreundlicher Seife. Bei einer angeborenen Verengung oder bei häufigen Entzündungen sollte frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden, um die Frage einer Beschneidung zu klären.