Penisverkrümmung (IPP) – es kann geholfen werden!

Wie kommt es zu einer Penisverkrümmung?

Bei der Induratio penis plastica handelt es sich um eine seltene und meist chronisch verlaufende Erkrankung mit überschießender Fibrosierung (= Bildung von Narbengewebe) im Bereich der Schwellkörper des Penis. Obgleich die Krankheit bereits 1743 von dem französischen Chirurgen François de la Peyronie beschrieben worden ist, sind ihre eigentlichen Ursachen bis zum heutigen Tage ungeklärt.

Eine Theorie geht davon aus, dass wiederholte, unbemerkte Mikroverletzungen der Schwellkörper der Ausgangspunkt einer überschießenden Bildung von Narbengewebe sind. Darüber hinaus werden bei einem Teil der betroffenen Männer immunologische und erblich bedingte Faktoren sowie eine Störung des Kollagenstoffwechsels diskutiert.

Bei 20 - 30 % der betroffenen Männer kommt es neben der Induratio penis plastica auch zu Fibrosierungen der Fingersehnenscheiden der Handinnenflächen, teilweise mit sogenannten Beugekontrakturen und Bewegungseinschränkungen der Finger, genannt „Morbus Dupuytren“.

Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf.

Der Krankheitsverlauf ist meist chronisch, teilweise auch schubweise. Oftmals bemerkt der Mann zuerst eine Knotenbildung am Penisschaft, welche zum größten Teil nur bei der Erektion Schmerzen verursacht. Dieser Fibroseknoten (Plaque) kann im Falle einer Chronifizierung der Erkrankung verkalken. Außerdem kann es zu sanduhrförmigen Einschnürungen des Penis und zu einer ungenügenden Versteifung der Schwellkörperanteile jenseits der Verbiegung kommen. Sowohl die Verbiegung als auch die oft gleichzeitig nachlassende Erektionsfähigkeit führen zu entsprechenden Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr. Bei ca. 30 – 50 % der erkrankten Patienten ist die Induratio penis plastica deshalb mit Erektionsstörungen verbunden.

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